Eröffnung am Reschensee mit 80er Seeforelle

Bewertung:  / 17
SchwachSuper 

Dieses Jahr waren wir zum Saisonbeginn am Reschensee. Wir heißt, Stefan und Stephan aus Bayern und Michi, Paddi und Sascha aus der Schweiz, wir haben uns bei kühlem, aber gutem Wetter am Sonntagabend in Südtirol am Reschensee eingefunden.

Die uns vertraute Pension Erna hat sich ein kleines bisschen verändert, die Gaststube gibt es nicht mehr, daraus wurde eine sehr schöne Ferienwohnung und ein neuer „Frühstücksraum“. Nach 2 ½ Jahren haben wir uns sehr gefreut Marika wieder zu treffen, Sie ist die gute Seele des Hauses und hat auch ein „Herz für Angler“.

Zum Abendessen hatten unsere Freunde Karl und Patrizia („die Mitschuldigen für diese Reise“) bereits alles organisiert (ich meine Lizenzen, Karten, Tischreservierung etc.) Mit Karl waren wir schon bei unserem ersten Besuch beim Angeln und der Kontakt ist nie abgebrochen -  im Gegenteil und das gibt einem das Gefühl zu Gast bei Freunden zu sein.

Das Wetter kann hier auf über 1500 m ü.M. sehr schnell wechseln und das sollten wir in den kommenden 3 Tagen noch richtig erleben dürfen. Herrliche Aussicht bei der Ankunft von unserem Zimmerbalkon in der Pension Erna

Am nächsten Morgen war das Wetter deutlich schlechter und der Wind war knackig kalt.

Karl hat mit dem Fangfoto der ersten Seeforelle um 06:10 Uhr schon jeden von uns wuschig gemacht und so begann unser Spinnfischmarathon in Italien um 7:00 am Lago di Resia.

Bereits nach wenigen Würfen hatte ich auf einen silbernen Indilure Seatrout  einen  Biss, der sich als kleine Seeforelle mit ca. 40 cm entpuppte, sie hing günstig in der Spange und so hab ich sie direkt  im Wasser abhaken können. – Schöner Start, dachte ich mir.

Bei meinen Freunden sollte es ähnlich laufen, Stefan hat diese schöne Bachforelle mit einem schwarzen TVS „Seatrout“ gefangen

Paddi überlistete ebenfalls eine schöne goldbauchige Bachforelle

Und ich hatte dann auch noch das Glück einen neuen Fisch für mein Fangbuch zu vermerken

 

Am Nachmittag erreichte uns dann aber die absolute Hammermeldung!

Karl hat eine Seeforelle mit 80 cm gefangen!!

Karl Steiner mit seiner 80 cm langen Seeforelle aus dem Reschensee

Was für ein Fisch, ich bekomme Gänsehaut als ich den Bericht schreibe und daran denke. An dieser Stelle möchte ich Karl im Namen der ganzen Truppe nochmal herzlich Gratulieren zu dieser Seeforelle. 

 

Am späten Nachmittag begann es es dann mit leichtem Regen, der sich ganz schnell in viel Schnee wandelte – Aussicht vom Balkon um 17:00 – keine Berge, kein See nichts mehr zu sehen.

Aber in der Pizzaria gab es ja was zu feiern und sehr viel zu erzählen. Jeder lauschte Karls spannender Erzählung vom Biss und Drill der Forelle seines Lebens und der erfolgreichen Landung des Fisches durch seinen Freund Roland Borghi - und die Aufregung war immer noch am Tisch zu spüren und so berichteten wir viel neben Pizza und diversen Getränken. „Das italienische Team“ Karl und Roli hat für den nächsten Tag einen Spielerwechsel angekündigt, Roland mußt passen und Patritzia ging gemeinsam mit Karl am nächsten Tag ins Rennen.

Am nächsten Morgen sah alles irgendwie anders aus 

Wir teilten uns am 2 Tag nur in 2 Gruppen und befischten beide Längsseiten des ca. 6 km langen Stausees. Die Sonne spitzte zwischen den Bergen hindurch und irgendwie hatte es etwas märchenhaftes. 

Das Angeln hatte jedoch gar nichts märchenhaftes heute an sich, Stefan, Paddi und ich hatten am 1. Spot nach 45 Minuten abfächern keinen Anfasser. Auch ein Platzwechsel und die folgende Strecke von 2 km brachte abgesehen von 2 Nachläufern nichts. Teamfunk von der anderen Seeseite war quasi gleich, Michi, Sascha, Karl und Patrizia hatten auch noch keinen verwertbaren Biss gehabt. Heute sollte wohl der Landsschaftsgenuß im Vordergrund stehen ….

 

Eine so taumhafte Kulisse läßt auch 6 Std. Spinnfischen ohne Fisch wie im Flug vergehen. Nach unserem Mittagessen, was aus den liebevoll gemachten und ganz gut gefüllten, feinen Lunchpacketen von Marika bestand – auch unsere Thermoskannen wurden gefüllt mit gutem Kaffee und heißem Tee, brachten schon die ersten Würfe, quasi am Mittagstisch, Nachläufer bei Stefan und Paddi. Seefunk von gegenüber – Sascha hat eine schöne Regenbogenforelle gefangen

Wenig später hat Michi nachgelegt und ebenfalls a Rägibögli via WhatsApp gemeldet.

Nach einem ca 2 ½ stündigen „zurück fischen“, wieder am Auto angekommen, wollten wir noch einen anderen Spot testen, welcher eigentlich typisch ist für Rainis.

Diese Entscheidung war nicht falsch und hat kurz bevor die Sonne aus dem Hochtal verschwand für Stefan diese Ü 40er 

und für mich diese schöne 56er gebracht. 

Nach dem schwierigen 2. Tag spürten wir es alle etwas in den Knochen, es ist ansträngend den ganzen Tag über Steine zu klettern, immer werfen und kurbeln, trotzdem wurde der Abend wieder lang und das Wetter am nächsten morgen wieder anders. Der Schnee war weg aber der Nebel hatte sich verdichtet.

Für heute war ohnehin nur der Vormittag geplant zum Fischen und 3 harte Jungs machten sich bei kühlen Temperaturen nochmal auf den Weg.

Und auch am letzten Tag gab es  noch Fisch. Stefan und Paddi ladenten 2 gute Regenbogenforellen und beschlossen damit unseren Kurzausflug an den Lago di Resia.

Zum Ende möchte ich erwähnen, dass wir alle von der Fischereiaufsicht kontrolliert wurden, diese Kontrollen waren sehr professionell (man hört und sieht den Kontrolleur nicht kommen). Bei jedem von uns war der Kontrolleur sehr höflich und freundlich. Nach dem Kontrollvermerk auf meiner Karte bekam ich noch einige aktuelle Informationen und dann versschwand er so unauffällig wie er gekommen war. Die Tageskarten kosten 15,- € und man bezahlt 5,- € Pfand, welches man bei der Kartenrückgabe wieder erhält. Für den Erwerb einer Tageskarte benötigt man auch eine Touristen-Lizenz, diese ist 10 Jahre gültig.

Der Reschensee ist immer für eine Überraschung gut wie uns auch der Fang von Rainer am nächsten Tag mit diesem 75 cm Bachforellenmilchner nochmal zeigt.

Unser herzlicher Dank für die schöne Zeit geht an Marika, Patrizia, Karl, Roli und Rainer und ich freu mich schon auf das nächste mal.

Petri Heil

Stephan