Schleppfischen am Brienzersee (CH)

Bewertung:  / 7
SchwachSuper 

Mitte Juli war ich mit Michi und Sven vom oche war ich zusammen mit dem IndilureProTeam von unserem Freund Dominik eingeladen zum „Einweihungsfischen“, mit seinem neu erstandenen Boot, auf den Brienzersee. Zielfisch: Seeforelle

Es ging morgens um 3:45 los mit der Abfahrt, Treffpunkt bei Dominik um 4:00 und Weiterfahrt nach dem Verladen um  4:15 Richtung Brienz. Das Boot war schnell geslippt und ehe die Sonne aufging waren die 11 SideRider ausgebracht und eine Rute longline hinten raus.

Der Brienzer See wird von Gletscherwasser gespeist und ist auch im Sommer teilweise recht kühl, das trifft aber nicht auf alle Bereiche zu, wir hatten Temperaturunterschiede  von fast  5° bei unserer ersten Schlepprunde um den See festgestellt und auch das Fischaufkommen bzw. die Echolotanzeigen konzentrierten sich auf einige Gebiete. Schon nach der ersten Runde waren wir uns einig welche Bereiche erfolgsversprechend sein könnten.

Der See im Kanton Bern ist 14 km lang und 2,8 km breit, er hat eine beachtliche Tiefe von ca. 260 Meter und wird von der Aare durchflossen. Neben einigen kleinen Bächen die den See speisen, stürzen sich imposant anzusehen, die Giesbachfälle in 14 Stufen hinunter in den Brienzersee.

Das Setup war „klassisch“ - 12 Ruten, von außen nach innen, kürzer und schwerer werdend – als Köder kamen verschiedene Perlmuttspangen zum Einsatz und Wobbler.

Wir waren etwa 15 Minuten auf Kurs in „unserem Gebiet“ als das erste „Brettchen“ einen Biss signalisierte, aber leider blieb der Fisch nicht hängen. Das Treibgut auf dem See erschwert die Fischerei zeitweise und macht es fast mühsam, denn langes Gras, Äste und sogar ganze Bäume begegnen einem hier auf dem See und das Ausweichen bzw. manövrieren ist schon eine kleine Kunst bei etwa 100 Meter Gesamtbreite der Ausleger.

Damit will ich auch sagen, es dauert seine Zeit bis alle Schnüre gereinigt sind und wieder alles ausgebracht ist, wenn man so ein Treibgutfeld durchkämmt. Es ist also Voraussicht gefragt – dennoch kann es passieren und dann ist schon mal Aktion am Schiff.

Unser Kurs ging von Brienz Richtung Interlaken bis etwa auf Höhe Niederried, dort querten wir und es ging auf der anderen Seite über Seeburg, an dem Schneckeninseli  und den Giesbachfällen vorbei Richtung Aare.

Sicher waren wir bereits 3,5 – 4 Stunden am Schleppen als wir fast in der Seemitte einen Biss am 2. Brett auf der rechten Seite bekamen. Dominik musste jetzt ran, der Siderider hat den Biss sehr gut angezeigt, der Fisch war gehakt und wurde am 1 Board vorbei, ins Fahrwasser „gelotst“.

Noch bevor der Siderider ausgehängt werden konnte begann die Forelle im Fahrwasser zu springen und sie lies sich auch nicht so einfach bändigen, aber Dominic brachte sie sicher zum Boot und Michi hatte sie auch gleich im Kescher.

zum Video von Drill und Landung

Jeaah – das Maßband zeigt 54 cm an – Petri Heil.

In der Dämmerung wurde das Boot wieder aus seinem Element entnommen und wir machten uns glücklich auf den Heimweg.

Petri Dank