Kurzbesuch am Ebro

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SchwachSuper 

 Vor 4 Wochen war es soweit, wir sind in München in den Flieger und nach Barcelona geflogen, einen Mietwagen hatten wir gebucht und der wartete auch schon auf uns in der Garage

 

Es war eine kleine logistische Meisterleistung und auf den cm² genau berechnet – ganz genau?

Nein, wir hatten noch Platz im Fußraum und den galt es noch zu nutzen, also gleich noch zum shopping und vor allem Flüssigkeit war gefragt.

Als wir am Nachmittag ankamen, vor Ort war alles bestens von Alex organisiert und wir standen 30 Minuten später am Hafen. Ich dachte mich tritt ein Pferd, wir wussten, dass der Wasserstand niedrig ist, aber das hab‘ ich nicht erwartet. Absoluter Tiefstand, niemand hatte den Stausee schon mal mit so wenig Wasser gesehen.

Jetzt war genug Zeit zum realen Einzug, noch einige Vorbereitungen zu treffen und einen gemütlichen Ratsch bei Alex  zu halten. Einige Gäste und deren Geschichten ließen unsere Erwartungen weiter schrumpfen und Dank des guten Abendessens von Alex ging ich mit einem guten Gefühl im Bauch zu Bett.

Am folgenden Morgen waren wir gleich nach dem Frühstück auf dem Wasser und die ersten Köder im Wasser. Wir schleppten mit 4 Ruten, 10 Meter tieflaufende Wobblern und ca. 3,5 km/h an den noch verbleibenden Steilkanten entlang und wollten uns erst mal ein Bild davon machen wie es weiter flussab jetzt aussieht.

Es dauerte nicht lange, evtl. 30 Minuten und dann schlug es bei Gerhard, welcher bei mir im Boot war, heftig in die Rute. Sofort ging die Rollenbremse und Gerhard stand mit der Rute im Anschlag am Bug. Schnell holte ich seine 2. Rute auf dieser Seite ein und langsam kam der Fisch in Richtung Boot, Gerhard pumpte Meter um Meter, insgeheim tippte ich schon  auf  ‘nen kleinen Waller und wenig darauf bestätigte sich die Vermutung.

Der erste Fisch gleich ein Volltreffer für Gerhard, „neue Fischart im Fangbuch“ und über 1 Meter – Gratulation

Und es ging nicht schlecht weiter, bei Michi und Tassilo kam ein guter 76er Zander an Deck

…dann folgten jedoch nur noch kleinere Exemplare

Im Laufe unseres Aufenthalt’s hat es dann auch gleich geregnet und in den folgenden Tagen ist der Wasserstand um ca. 10 Meter gestiegen. Es war der absolute Hammer, keiner von uns hatte so etwas schon mal erlebt, wenn das Wasser über Nacht 3 Meter steigt und während des Tages wieder um 2,5 Meter. Aber trotz allem konnten wir immer noch gut fangen, es war nicht leicht und wir versuchten jeden Tag das ganze Repertoire von Schleppen über Spinn- und Vertikalangeln aus und irgendwie hat immer irgendwas gebissen.

Erwähnenswert waren die Barschfänge, dicke, kräftige Fische zwischen 35-44 cm.

Jetzt könnte ich für jeden Tag so weiter schreiben aber das will ich Euch und mir ersparen, denn wir haben auch noch eine kleine Dia-/Videoshow von den Highlights unseres Ausfluges gemacht. Und da gibt’s noch einiges zu sehen, Eindrücke vom Caspestau, ein dicker Wildkarpfen auf Gummifisch, Michi fängt einen 150er Waller beim Schleppfischen,

Flußbarsche, Schwarzbarsch, Zander etc. 

Viel Spaß und Petri Heil

Stephan

Link zur Diashow